Auto entfeuchten – Tipps gegen Feuchtigkeit im Auto

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Feuchtigkeit im Auto entfernen | Bild: © AnyVidStudio (Sergii Baranov)/Depositphotos.com

Feuchtigkeit im Auto ist nicht nur unangenehm. Bei zu viel Nässe beschlagen die Scheiben schneller und die Sicht wird beim Fahren behindert. Wird nichts gegen die Feuchtigkeit unternommen, bildet sich mit der Zeit Schimmel, der die Gesundheit der Insassen gefährden kann. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wo die Ursachen für Nässe im Auto zu suchen sind und wie Sie mit einfachen Maßnahmen Ihr Auto entfeuchten können.

Ursachen für Feuchtigkeit im Auto

Bevor Sie Ihr Auto entfeuchten, sollten Sie die Ursachen erkennen und beheben. Feuchtigkeit gelangt oft über die Schuhe ins Auto. Insbesondere an regnerischen Herbsttagen oder im Winter, wenn Schnee liegt, gelangt über die Schuhe oft viel Nässe ins Fahrzeuginnere.

Laub und Nässe am Auto
Laub und Nässe am Auto | Bild: © Chalabala (Jaromír Chalabala)/Depositphotos.com

Schadhafte Dichtung an den Türen, der Heckklappe oder dem Kofferraumdeckel sind häufige Ursache für einen feuchten Innenraum. Die Gummidichtungen altern mit der Zeit, werden spröde und schließlich porös. Auch ein eingeklemmtes Gurtschloss kann Türdichtungen beschädigen, sodass beim nächsten Regen Wasser ins Auto eindringen kann. Aber auch über einen Riss in der Front oder Heckscheibe kann Wasser ins Fahrzeuginnere gelangen.

Durch Laub und Schmutz können die Regenabläufe zwischen Motorhaube und Windschutzscheibe verstopfen. Das Wasser kann dann nicht mehr abfließen, sondern gelangt, wenn es stark regnet über den Lüftungseinlass in den Innenraum. Nicht zuletzt können ein defekter Wärmetauscher, ein verstopfter Innenfilter oder eine defekte Klimaanlage für die Feuchtigkeit im Fahrzeug verantwortlich sein.

Die Ursache für Feuchtigkeit im Auto erkennen – so geht’s

Wenn Sie bei einer Sichtprüfung die Ursache für die Feuchtigkeit in Ihrem Auto nicht finden
können, kann es helfen, das Fahrzeug ausgiebig von allen Seiten mit Wasser abzuspritzen. Dies geht am besten in einer SB-Waschbox. Dazu brauchen Sie einen Helfer, der sich ins Auto setzt und beobachtet, wo beim Abspritzen Wasser ins Fahrzeug eindringt. Sollten Sie mit dieser Methode die Ursachen nicht finden, ist ein Werkstattbesuch empfehlenswert. Manchmal kann nur mit einer gründlichen Untersuchung in der Werkstatt festgestellt werden, wo sich das Wasser seinen Weg bahnt.

Tipp 1: Das Auto richtig durchlüften

Klimaanlage Defrost Funktion
Klimaanlage Defrost Funktion | Bild: © dmitribereznev@yandex.ru (Dmitrii Bereznev)/Depositphotos.com

Wenn sich Feuchtigkeit im Fahrzeug befindet, hilft es oft, den Innenraum gut zu lüften. Schalten
Sie dazu die Klimaanlage ein und drehen Sie die Heizung ganz auf. Wenn Ihr Fahrzeug mit einer Klimatronic ausgerüstet ist, sollten Sie die „Defrost“ Einstellung auswählen. Der Innenraumluft
wird dadurch die Feuchtigkeit entzogen und nach außen abgeführt. Hierbei müssen Sie darauf
achten, dass die Klimaanlage nicht auf Umluft eingestellt ist, damit die feuchte Luft nach außen abgeleitet werden kann. Allerdings funktioniert diese Maßnahme nur bei Außentemperaturen von mindestens 6 Grad Celsius. Auch darf das Fahrzeug noch nicht zu feucht sein. Bei einem sehr feuchten Innenraum können Hausmittel beim Auto entfeuchten helfen.

Tipp 2: Zeitungspapier, Salz und Katzenstreu – Hausmittel zum Auto entfeuchten

Katzenstreu
Katzenstreu | Bild: © Digifuture (Vitali Dyatchenko)/Depositphotos.com

Bei einem feuchten Teppichboden können mehrere Lagen Zeitungspapier, die Sie zwischen Fußmatte und Teppichboden auslegen helfen, das Auto zu trocknen. Das Zeitungspapier entzieht dem Teppich die Feuchtigkeit. Je nachdem, wie feucht der Teppichboden ist, sollten Sie das Zeitungspapier anfangs
etwa jede halbe Stunde austauschen. Auch ein Eimer oder eine größere Schale mit Salz oder Katzenstreu kann beim Auto entfeuchten helfen. Normales Kochsalz und Katzenstreu* sind stark hygroskopisch, das heißt, sie ziehen Wasser an.

Tipp 3: Luftentfeuchter

Im Fachhandel sind spezielle Luftentfeuchter für Fahrzeuginnenräume erhältlich. Dabei handelt es
sich um durchlässige Kissen, die mit einem speziellen Wasser anziehenden Granulat gefüllt sind.
Die Kissen werden im Auto ausgelegt und können wieder verwendet werden. Wenn sich die Kissen mit Wasser vollgesogen haben, können sie in der Wohnung in der Nähe einer Heizung oder auch im Backofen wieder regeneriert werden. Entfeuchter Kissen* kosten etwa 8 bis 10 Euro pro Stück.

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Wenn der Teppichboden im Fußraum nicht nur feucht sein richtig nass ist, dann können Sie das
Wasser mit einem Nasssauger absaugen und den Fußraum anschließend mit einem Heizlüfter trocknen. Falls Sie keinen Nasssauger zur Hand haben, können Sie einen Großteil der Nässe auch mit Putztüchern aufnehmen und den Innenraum anschließend trocknen.

Tipps, wie Sie Feuchtigkeit im Auto vermeiden

Mit ein paar Handgriffen und etwas Pflege können Sie verhindern, dass Feuchtigkeit in Ihr Auto eindringt und Sie Ihr Auto entfeuchten müssen.

Wasserabläufe am Schiebedach kontrollieren

Wenn Ihr Fahrzeug ein Schiebedach hat, dann sollten Sie regelmäßig die Ablaufrinnen kontrollieren. Gießen Sie dazu etwas Wasser in die Regenrinne. Bleibt es stehen, sind die Abflüsse wahrscheinlich verstopft und das Wasser kann in den Innenraum gelangen. Normalerweise sollte das Wasser sofort ablaufen.

Laub zwischen Motorhaube und Windschutzscheibe entfernen

In der kalten Jahreszeit sammeln sich bei praktisch jedem Auto zwischen der Motorhaube und der Windschutzscheibe Laub und Schmutz. Damit die Ablauföffnungen für das Regenwasser rechts und links vor der Windschutzscheibe nicht verstopfen, sollten Sie Laub und Schmutz regelmäßig entfernen.
Wenn die Ablauföffnungen verstopfen, kann Wasser über die Lüftungseinlässe ins Fahrzeuginnere gelangen.

Gummidichtungen regelmäßig kontrollieren und pflegen

Die Gummidichtungen an Türen und Klappen sollten Sie regelmäßig auf Beschädigungen kontrollieren. Die Dichtungen werden mit der Zeit porös, wenn sie nicht gepflegt werden. Um das Eindringen von Wasser durch poröse Dichtungen zu vermeiden, sollten Sie die Gummidichtungen regelmäßig mit Vaseline, Talkum oder einem speziellen Pflegemitteln aus dem Fachhandel einreiben. So können Sie auch verhindern, dass die Dichtungen im Winter bei starken Minustemperaturen an den Türen festfrieren und beim Öffnen der Türen beschädigt werden.

Gummifußmatten für den Winter

Gummi Fußmatte im Auto
Gummi Fußmatte im Auto | Bild: © AleksandrKondratov (Aleksandr Kondratov) /Depositphotos.com

Damit der Teppichboden im Fußraum im Winter nicht durch Wasser und Schnee durchfeuchtet wird, sollten Sie zumindest in der kalten Jahreszeit Gummifußmatten verwenden. Die Matten lassen das Wasser nicht durch und können einfach zum Trocknen herausgenommen werden.

Die Garage gut lüften

Wenn Sie für Ihr Fahrzeug eine Garage nutzen können, dann sollten Sie immer kontrollieren, ob die Garage trocken ist. In einer feuchten Garage trocknet Ihr Auto nicht, sondern wird feucht im Innenraum. Gegen eine feuchte Garage hilft regelmäßiges Lüften oder Heizen.

Innenraumfilter regelmäßig wechseln

Die meisten Hersteller schreiben vor, dass der Innenraumfilter alle 15.000 km gewechselt werden sollte. Wenn Sie innerhalb eines Jahres diese Strecke nicht fahren, dann sollten Sie den Filter dennoch jährlich wechseln. Wenn der Filter verstopft ist, wird die Bildung von Kondenswasser im Innenraum begünstigt.


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