Bakterien – Helfer oder Killerkeime?

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Bakterien | Bild: © beawolf (Guido Vrola)/Depositphotos.com

Wissen Sie, welches die einfachste Lebensform auf der Erde ist?

Es sind die Bakterien. Bakterien unterscheiden sich von dem Organismus eines Menschen oder eines Tieres dadurch, dass sie keinen eigenen Zellkern haben. Bakterien sind klassische Einzeller, die
sich in drei Hauptformen unterscheiden lassen.

In dem folgenden Beitrag erfahren Sie, was Bakterien sind und wie sich Kokken und Bazillen von Sprillen unterscheiden. Der Text zeigt auf, wie Bakterien entstehen und wie sie sich in dem Organismus eines Menschen oder eines Tieres verbreiten. Hier können sie einerseits Krankheiten hervorrufen oder Funktionen abrufen, die unsere Gesundheit unterstützen.

Was sind Bakterien?

Da Bakterien keinen eigenen Zellkern besitzen werden sie aus wissenschaftlicher Sicht zur Gruppe der Prokaryonten gerechnet. Organismen, die einen eigenen Zellkern besitzen – wie z.B. Menschen oder Tiere – werden als Eukaryonten bezeichnet.

Bakterien stellen einen einzelligen Mikroorganismus dar. Im Gegensatz zu anderen Krankheitserregern – wie z.B. Viren – treten sie selten in kompletten Verbänden auf. Für den Menschen sind sie
deshalb mit einem Risiko behaftet, weil sie gefährliche Infektionskrankheiten auslösen können.
Zum Schutz gegen eine bakterielle Erkrankung setzt die Medizin Antibiotika ein.

In welchen Formen treten Bakterien auf?

Bakterien kommen in den drei folgenden Hauptformen vor:

  1. Sprillen
  2. Bazillen
  3. Kokken

Sprillen sind gebogene oder geschraubte Bakterien. In Ländern wie Japan sind die Sprillen unter anderem dafür verantwortlich, dass die Menschen unter dem Rattenbissfieber leiden. Dabei handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die vom Tier auf den Menschen übertragen wird. Die Krankheit wird aber nicht nur durch den Biss einer Ratte ausgelöst. Auch andere Nagetiere können bei den Menschen ähnliche Beschwerden verursachen. Als Überträger der Rattenbisskrankheit können auch Hunde und Katzen infragekommen, wenn sie ein Nagetier verspeisen, dass die Sprillen in sich trägt.

Bazillen können einerseits lebensbedrohliche Krankheiten für den Menschen auslösen und andererseits ein wichtiger Indikator für die Herstellung des Gesundheitsprozesses sein. Unter dem Begriff Bazillen werden viele Arten von Bakterien zusammengefasst. Weil die Bazillen einem Stäbchen gleichen, werden sie auch als Stäbchenbakterien bezeichnet. Bekannte Stäbchenbakterien sind z.B. die Salmonellen und der Bacillus anthracis. Der Bacillus anthracis ist in ein grampositives
Bakterium, das für das Auslösen eines Milzbrandes verantwortlich ist.

Grampositiv bedeutet, dass das Bakterium eine blaue Farbe annimmt. Ist das Bakterium rot, wird es als gramnegativ bezeichnet. Die Einteilung in grampositive und gramnegative Bakterien ist für die Behandlung einer bakteriellen Infektion von enormer Wichtigkeit, da in beiden Fällen unterschiedliche Antibiotika eingesetzt werden.

Kokken sind Krankheitserreger, die rund, länglich oder eiförmig sein können. Je nachdem wie die Kokken miteinander verbunden sind, können sie in Tetrakokken, Kettenkokken, Paketkokken, Diplokokken und Haufenkokken unterteilt werden. Die Kettenkokken hängen z.B. kettenförmig aneinander. Bei den Diplokokken hängen zwei Kokken zusammen.

Kokken werden für Sie erst dann gefährlich, wenn Sie unter einem schlechten Immunsystem leiden.

Hier lösen sie Krankheiten aus, die auch einen tödlichen Verlauf nehmen können. Zu den besonders gefährdeten Gruppen gehören Sie als Diabetiker oder als Neurodermitiker.

Wie entstehen Bakterien?

Vereinfacht gesagt, werden aus einer Bakterie zwei Bakterien. Dies geschieht durch den biologischen Prozess der Zellteilung. Die Teilung ist exponentiell. Dies bedeutet aus zwei Bakterien werden vier und aus vier werden acht. Die Zellteilung von Bakterien geht ins Unendliche.

Wie verbreiten und vermehren sich Bakterien?

So unterschiedlich die Bakterien sind, so unterschiedlich sind auch die Verbreitungswege. Neisseria – besser bekannt als Gonokokken – ist ein sexuell übertragbares Bakterium, das bei dem Menschen Tripper auslösen kann. Sie vermehren sich immer weiter durch einfache Zellteilung.

Wo kommen Bakterien vor?

Bakterien können Sie überall antreffen. Sie befinden sich in der Luft, im Wasser und auch in
vielen Lebensmitteln. Sie zählen zu den ältesten Bewohnern dieses Planeten und können sich selbst unter den schwierigsten Bedingungen vermehren. Ihre Überlebenszeit in der freien Natur und im menschlichen Körper geht von Wochen über Monate.

Welchen Schaden können Bakterien anrichten?

Bakterien können Erkältungen oder Krankheiten wie Salmonellen auslösen. Sie lassen Lebensmittel faulen und verbreiten dort Giftstoffe, die bei Ihnen zu einer Lebensmittelvergiftung führen kann.

Wie können Sie sich vor Bakterien oder einer bakteriellen Infektionskrankheit schützen?

Eine wirksame Behandlung gegen eine bakterielle Behandlung ist die Verabreichung des richtigen Antibiotikums. Durch eine Stärkung Ihres Immunsystems können Sie aber auch selbst dafür sorgen, dass Sie von einer bakteriellen Infektion verschont bleiben. Richten Sie die Aufmerksamkeit auf Ihren Körper und achten Sie auf eine gesundheitsbewusste Ernährung, haben Sie den ersten Schritt schon getan.

Welchen Nutzen können Sie aus Bakterien ziehen?

Bakterien sind aber nicht nur als Killerkeime bekannt. Wissenschaft und Medizin können einen großen Nutzen aus der Existenz von Bakterien ziehen, von dem wir alle profitieren. Die Bakterien, die auf unserer Hautoberfläche einen dünnen Film bilden, schützen uns z.B. vor anderen Erkrankungen. Bakterien unterstützen darüber hinaus auch eine Antibiotikabehandlung.

Gibt es einen Unterschied zwischen Bakterien und Viren?

Bakterien unterscheiden sich von Viren in mehr als einem Punkt. Während Viren häufig nur unter einem Elektronenmikroskop erkennbar werden, sind Bakterien deutlich größer. Bakterien sind schon deshalb komplizierter aufgebaut, weil sie über einen eigenen Stoffwechsel verfügen. Deutlich wird der Unterschied zwischen Bakterien und Viren auch bei der Reproduktion. Bakterien vermehren sich durch einfache Zellteilung. Viren müssen erst in den Organismus eines anderen Wirts eintreten. Dort nutzen sie die Zellen, um sich zu vermehren.

Zusammenfassung

  1. Bakterien stellen die einfachste Lebensform dar, die es auf der Erde gibt. Es sind einzellige Mikroorganismen, die für den Menschen gefährliche Infektionskrankheiten auslösen können.
  2. Anders – als z.B. Viren – treten Bakterien selten in kompletten Verbänden auf. Für den Menschen sind sie ebenso gefährlich wie sie ihm einen Nutzen bringen können.
  3. Würden Sie von einer bakteriellen Erkrankung betroffen sein, würde der behandelnde Arzt zur Bekämpfung Antibiotika einsetzen.
  4. Vor der Behandlung muss der Arzt abklären, ob es sich um grampositive oder gramnegative Bakterien handelt.
  5. Bakterien treten in den drei Hauptformen Sprillen, Bazillen und Kokken auf.
  6. Sprillen sind z.B. in Japan für das Rattenbissfieber verantwortlich.
  7. Bazillen sind u.a. für einen Milzbrand verantwortlich.
  8. Kokken entwickeln sich dann zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung, wenn Sie unter einem schlechten Immunsystem leiden. Für die meisten Menschen sind Kokken daher ungefährlich.
  9. Bakterien entstehen und verbreiten sich durch eine einfache Zellteilung.
  10. Bakterien kommen überall vor. Sie fliegen durch die Luft, schwimmen im Wasser und nisten sich in unseren Lebensmitteln ein.
  11. Bakterien fungieren als Krankheitserreger und können eine Lebensmittelvergiftung auslösen. Als Therapie verschreiben die Ärzte ein Antibiotikum. Sie können eine Infektion mit Bakterien aber auch dadurch umgehen, dass Sie die Kraft Ihres Immunsystems unterstützen.
  12. Anderseits schützen einige Bakterien uns auch vor Krankheiten. Sie bilden auf unserer Haut einen Film, der anderer Erreger abwehrt.
  13. Im Unterschied zu Viren sind Bakterien größer. Sie haben einen komplizierten Aufbau und verfügen über einen eigenen Stoffwechsel. Bakterien vermehren sich durch eine Zellteilung. Viren sind für ihre Vermehrung auf die Zellen in einen anderen Organismus angewiesen.

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