Klimaanlage für Zuhause

Veröffentlicht: | Aktualisiert:
Lesedauer: ca. 5 Minuten
Split Klimaanlage, Modul in der Wohnung | Bild: © Prithan (Antonio Carmine Protano)/Depositphotos.com

Wenn es im Sommer richtig heiß wird, kann es in den eigenen vier Wänden schnell unerträglich werden. Eine Klimaanlage für die Wohnung oder das eigene Haus kann in diesem Fall Abhilfe verschaffen. Es gibt zwei verschiedene Arten von Klimaanlagen. Welche jeweils am besten geeignet ist und worauf Sie beim Kauf achten sollten, erfahren Sie hier.

Was bringt eine Klimaanlage fürs Haus?

Klimaanlagen dienen dazu, die Qualität der Luft innerhalb einer Räumlichkeit zu verbessern.
Meistens werden Klimaanlagen eingesetzt, um die Temperatur zu regeln. Dabei können sie sowohl zum Abkühlen als auch zum Erwärmen der Luft eingesetzt werden. Darüber hinaus, sind manche Modelle auch in der Lage, die Luft von bestimmten unliebsamen Partikeln zu reinigen, bzw. für einen
Austausch der Raumluft zu sorgen. Zusätzlich verfügen einige Klimaanlagen auch über Funktionen
zur Be- und Entfeuchtung der Luft.

Je nach Bauart und Leistungsfähigkeit, kann eine Klimaanlage für ein angenehmeres Raumklima in einem einzelnen Zimmer oder in größeren Teilen der Wohnung bzw. des Hauses sorgen.

Funktionsweise einer Klimaanlage

Klimaanlagen werden mit einem speziellen Kältemittel betrieben. Dieses durchströmt die Anlage in einem Rohr. Mittels eines Drosselventils wird die Dichte des Kältemittels verringert. Durch das Ausdehnen verliert die Substanz an Temperatur, sodass sie nun kälter ist als die Luft im Innenraum der Wohnung. Anschließend durchströmt das Kältemittel ein geschlängeltes Rohr, welches als Verdampfer bezeichnet wird.

Ein Gebläse sorgt dafür, dass die warme Innenluft den Verdampfer umbläst. Dabei findet ein Temperaturaustausch statt. Die Luft kühlt sich ab, während sich das Kältemittel erhitzt, bis es verdampft und in den gasförmigen Zustand übergeht. Auf diese Weise verringert sich die Lufttemperatur im Innenraum.

Das erhitzte und gasförmige Kältemittel wird nun mittels eines Kompressors zusätzlich
komprimiert, sodass es sich weiter erhitzt, damit seine Temperatur über jener des Außenbereichs liegt. Anschließend findet ein abermaliger Temperaturausgleich statt. Dieses Mal gibt das nun
heiße Kältemittel über einen Kondensator sowie ein Gebläse einen Teil seiner Temperatur an den Außenbereich ab. Anschließend wird es wieder zum Drosselventil gepumpt und der Kreislauf schließt sich.

Wenn eine Klimaanlage zur Heizung des Innenbereichs verwendet werden soll, lässt sich der Kreislauf umkehren.

Zwei Varianten: Monoblock und Split-Klimaanlage

Bei Klimaanlagen für das Eigenheim lässt sich grundsätzlich zwischen zwei unterschiedlichen
Varianten unterscheiden. Man spricht von sogenannten Monoblock-Klimaanlagen* und Split-Klimaanlagen*. Während beide Varianten sich von ihrer Funktionsweise her sehr ähneln, unterscheiden sie sich hinsichtlich ihrer Bauweise erheblich voneinander. Während Splitgeräte aus zwei Komponenten bestehen, findet bei Monogeräten der gesamte oben beschriebene Prozess innerhalb eines einzelnen Geräts statt.

Splitgerät

Splitgeräte bestehen grundsätzlich aus zwei verschiedenen Komponenten. Dass Gerät mit dem Verdampfer befindet sich dabei innerhalb der Wohnung und kühlt dort die Raumluft ab. Der zweite Arbeitsschritt des Kreislaufs, bei welchem das Kühlmittel seine Temperatur an die Außenluft abgibt, findet derweil im anderen Bauteil statt, welches an der Außenwand des Gebäudes montiert wird.

Split Klimaanlage
Split Klimaanlage, Modul in der Wohnung | Bild: © Prithan (Antonio Carmine Protano)/Depositphotos.com

Splitgeräte bieten eine Reihe von Vorteilen. Zum einen gelten diese Geräte als besonders leistungsstark. Wenn ein größeres Raumvolumen abgekühlt werden soll, liefern Splitgeräte daher meist bessere Ergebnisse. Ferner arbeiten diese Geräte relativ leise, da sich der Kompressor sowie das Gebläse im Außengerät befinden.

Gleichzeitig haben Split-Klimaanlagen jedoch auch einige Nachteile. Zum einen erfordert ihr Einbau
oft bauliche Maßnahmen, da die Außenwand durchbohrt werden muss. In Verbindung mit ihrem höheren Anschaffungspreis macht dies die Geräte teils deutlich teurer als Monoblöcke.

Monoblock

Mobile Klimaanlage
Mobile Klimaanlage | Bild: © FrameAngel (Ratina Thongteeka)/Depositphotos.com

Im Gegensatz zu einer Split-Klimaanlage handelt es sich bei einem Monoblock um ein einzelnes Gerät. Der gesamte Kühlkreislauf findet dabei in einem einzigen Gehäuse statt. Zudem sind diese Geräte mobil. Sie lassen sich nach Belieben an verschiedenen Orten innerhalb des Hauses aufstellen. Um die warme Luft nach draußen abblasen zu können, verfügen Monoblöcke allerdings über einen Abluftschlauch. Daher können diese Geräte zwar verschoben werden, müssen sich letztlich jedoch immer in der Nähe eines geeigneten Fensters befinden.

Auch Monoblöcke können je nach Modell sehr leistungsstark sein. Zudem lassen sie sich in verschiedenen Räumen aufstellen, was sie flexibel einsetzbar macht. Im Gegensatz zu Split-Anlagen ist keine aufwendige Installation notwendig. Dementsprechend sind Monoblöcke in der Anschaffung meist günstiger.

Ein entscheidender Nachteil gegenüber einer Split-Klimaanlage für die Wohnung ist, das Monoblöcke recht laut sind. Vor allem der Kompressor und das Gebläse machen sich bei einem Monoblock deutlich bemerkbar. Zudem sind Monoblöcke bei der Kühlung teilweise weniger effizient als Split-Geräte. Aufgrund ihrer Bauweise besteht die Möglichkeit, dass die warme Luft, welche über den Abluftschlauch durch das Fenster gepustet wird, durch Selbiges sofort wieder ins Innere strömt.

Was gilt es bei einer Klimaanlage fürs Haus zu beachten?

Vor allem der Einbau einer Split-Klimaanlage kann sich oft als komplex erweisen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, bei EInbau und Montage auf die Dienste eines Fachmanns zurückzugreifen.

Letzte Aktualisierung am 24.10.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Ferner können Klimaanlagen unter Umständen als Rückszugsort für Bakterien und Pilze dienen. Um dem entgegenzuwirken, sollten Sie die Geräte in regelmäßigen Abständen desinfizieren. Zu diesem Zweck gibt es spezielle Sprays, welche es Ihnen erlauben, das Lüftungssystem sowie den Verdampfer hygienisch zu reinigen und Keime abzutöten. Auf diese Weise beugen Sie nicht nur unangenehmen Gerüchen vor. Wird eine Klimaanlage zu lange vernachlässigt, kann es schlimmstenfalls zu gesundheitlichen Problemen kommen.

Sollte die Leistung der Klimaanlage im Laufe der Zeit nachlassen, kann dies zwei Gründe haben. Zum einen kann der Filter des Gebläses zu stark verschmutzt sein, sodass kein vernünftiger
Luftaustausch mehr stattfinden kann. Je nach Bauart lassen sich diese Filter entweder reinigen oder austauschen. Alternativ kann es ein Problem mit dem Kühlmittel geben. Der Kühlmittelkreislauf ist geschlossen. Verflüchtigt sich das Kühlmittel mit der Zeit, muss irgendwo ein Leck sein. In demFall kann nur noch der Fachmann weiterhelfen.

Mietwohnung oder Eigentumswohnung

Die Wahl zwischen einem Monoblock und einem Split-Gerät hängt auch davon ab, ob Sie in einer Eigentumswohnung bzw. in ihrem eigenen Haus wohnen oder ob es sich um eine Mietwohnung handelt. Da Split-Geräte bauliche Maßnahmen erfordern, können Sie ein solches Gerät nicht eigenmächtig in
eine Mietwohnung einbauen. Vorher müssten Sie Ihren Vermieter um Erlaubnis fragen. Einen Monoblock* können Sie jedoch auch in einer Mietwohnung ohne Probleme aufstellen.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Split-Gerät oder Monoblock

Wie leistungsstark eine Klimaanlage sein soll, hängt maßgeblich davon ab, für welchen Raum sie gedacht ist. Vor allem bei größeren Räumen wie geteilten Wohn- und Esszimmern oder in großen Büroräumen lohnt sich meist der Einsatz eines leistungsstarken Split-Geräts. Wollen Sie jedoch im Laufe der Zeit mehrere Zimmer kühlen, weil Sie sich tagsüber ein kühles Wohnzimmer wünschen und nachts ein kühles Schlafzimmer, kann sich hingegen die Anschaffung eines mobilen Geräts lohnen.

Leistungsstärke und Stromverbrauch

Wie bei anderen Geräten auch, führt eine höhere Leistungsstärke auch unweigerlich zu einem höheren Stromverbrauch. Da Klimaanlagen bei längerem Verbrauch schnell sehr viel Strom verbrauchen, lohnt es sich, beim Kauf besonders auf ein möglichst effizientes Gerät mit einer A+ oder A++ Bewertung zu setzen.

Lautstärke

Split-Geräte sind maximal so laut wie der Kühlschrank. Monoblock-Klimaanlagen haben hingegen einen höheren Geräuschpegel. Dieser bewegt sich oft zwischen 40 und 50 dB, was in etwa leiser Radiomusik entspricht. Falls die Möglichkeit dazu besteht, sollten Sie die Klimaanlage vor dem Kauf einmal im Betrieb testen, um zu sehen, ob Ihnen das Gerät zu laut ist. Vor allem im Schlafzimmer kann eine zu laute Klimaanlage schnell zu Schlafstörungen führen.

Alternativen

Zur Klimaanlage für die Wohnung gibt es noch eine Reihe von Alternativen. Hierzu gehören zum einen sogenannte Air Cooler. Diese Geräte kühlen die Luft mit Wasser oder Eis ab. Sie sind relativ
klein, arbeiten leise und kosten deutlich weniger als große Klimaanlagen. Zudem benötigen sie kein Fenster und können daher überall im Raum aufgestellt werden. Allerdings ist ihre Kühlleistung eher gering. Zudem muss ihr Wasser bzw. Eis regelmäßig erneuert werden. Ferner führt ein längerer Einsatz dazu, dass die Luftfeuchtigkeit innerhalb der Wohnung ansteigt.

Eine weitere Alternative sind klassische Ventilatoren. Kleine Tischventilatoren können während der Schreibtischarbeit für Abkühlung sorgen. Große Standventilatoren können hingegen mittels ihres Drehkopfes durchaus einen kleineren Raum abdecken. Ihr Stromverbrauch ist deutlich niedriger als der, einer Klimaanlage. Allerdings können sie zum Teil recht laut sein. Zudem kühlen sie den Raum nicht wirklich ab, sondern verwirbeln nur die Luft, was während der Hitze jedoch durchaus als Abkühlung emfunden wird.


Schreibe einen Kommentar

Mit * markierte Felder sind Pfichtfelder