Luftfilter & Luftwäscher

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Luftfilter mit verschiedenen Filtereinsätzen | Bild: © GrinPhoto (Григорий Игнатьев)/Depositphotos.com

Aufgrund der Umweltverschmutzung ist nicht nur die Außenluft, sondern auch die Luft innerhalb von Wohn- und Büroräumen in zunehmendem Maße durch Schadstoffe belastet. Dazu kommen zahlreiche organische Stoffe, welche speziell bei gesundheitlich angeschlagenen Personen zu schwerwiegenden Krankheiten führen können. In diesem Zusammenhang erbringen Luftreiniger eine wohltuende Abhilfe, die Schadpartikel aus der Luft entfernen und dadurch sowohl die Gesundheit als auch das allgemeine Wohlbefinden fördern. Zu diesen speziellen Gerätetypen gehören der Luftfilter und Luftwäscher. Beide Geräte reinigen nachhaltig die Raumluft, sind jedoch auf einem komplett anderen Funktionsprinzip aufgebaut.

Verwendungszweck der Luftfilter und Luftwäscher

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Zwar reinigen sowohl der Luftfilter als auch der Luftwäscher die Raumluft, bedienen sich dabei aber unterschiedlicher Techniken. Deshalb sollten Sie sich vor der Anschaffung genau überlegen, welchen Verwendungszweck der Luftreiniger haben soll. Wenn Sie die Raumluft beim Reinigungsprozess zur gleichen Zeit befeuchten möchten, ist dafür der Luftwäscher gut geeignet. Dagegen reinigt der Luftfilter die Luft mit Hilfe von ausgeklügelten Filtersystemen, ohne sie dabei zu befeuchten. Aufgrund der stetig ansteigenden Luftverschmutzung ist die Atemluft heutzutage leider sehr schlecht, das bekommen auch die Einwohner der Häuser und Wohnungen zu spüren. Speziell in den größeren Städten scheiden die unzähligen Autos, Busse, Industrieanlagen und Lastwagen immer noch extrem viele Schadstoffe aus. Dazu beginnt jedes Jahr im Frühling erneut die Leidenszeit der Allergiker, da der Pollenflug wieder auftritt. Aufgrund dieser Aspekte stellt eine stark belastete Raumluft ein gesundheitliches Risiko für alle Personen dar, welche sich länger in geschlossenen Raum aufhalten. Häufig kommt es durch Verunreinigungen zu geröteten Augen, geschwollenen Schleimhäuten und unangenehmen Niesattacken. Deshalb ist es in den letzten Jahren zu einer zunehmenden Verbreitung der Luftreiniger gekommen. Damit können Sie die Raumluft unter anderem von Allergenen befreien, dazu gehören Blütenstaub, Feinstaub, Milbenkot, Pollen, Schimmelsporen und Tierhaare. Des Weiteren reinigen die Geräte die Luft von Bakterien, Tabakqualm, Tonerstaub, Zigarettenrauch und sonstigen unangenehmen Gerüchen. Darüber hinaus entfernen die Luftreiniger ebenfalls die schädlichen Ausdünstungen, welche sich als organische Verbindungen aus den Baustoffen und der Einrichtung verflüchtigen. Mit Hilfe der Luftfilter und Luftwäscher kommt es erwiesenermaßen zu einer wahrnehmbaren Luftverbesserung.

Einsatzgebiete der Luftfilter und Luftwäscher

Geräte für die Luftreinigung kommen sowohl in gewerblich als auch privat genutzten Räumen zum Einsatz. Vor allem gesundheitlich vorbelastete Menschen profitieren von der hohen Reinigungswirkung der Luftfilter. Hochleistungsfähige Filter entfernen sogar extrem kleinformatigen Pollenstaub aus der Luft, sodass die betroffenen Personen endlich wieder frei und ohne Beschwerden durchatmen können. Außerdem leisten Luftreiniger speziell dort ihren Dienst, wo eine besonders reine Raumluft erforderlich ist. Dazu zählen im gewerblichen Sektor die Arztpraxen, Büros, Krankenhäuser und Labore. Im privaten Bereich können Sie mit den praktischen Geräten die Luft im Arbeitszimmer, den Wohn- und Schlafräumen sowie im Kinderzimmer reinigen. Leistungsfähige Gerätetypen können die Raumluft zweimal pro Stunde umwälzen und dadurch von Schadstoffen befreien. In der Regel geben die Hersteller dazu eine konkrete Quadratmeterzahl an, für die sich das entsprechende Modell eignet. In diesem Zusammenhang spielt das Raumvolumen in Kubikmetern eine wichtige Rolle, welches sich in Kombination mit der Bodenfläche und Raumhöhe ergibt. Allerdings kann dieser Wert wohnungsbedingt stark abweichen, da Altbauten deutliche höhere Räume als Neubauten haben. Deshalb sollten Sie im Vorfeld das jeweilige Raumvolumen errechnen und bei der Auswahl auf die konkrete Rate des Gerätes bei der Luftumwälzung achten.

Eigenschaften und exklusive Merkmale der Luftfilter

Luftfilter arbeiten nicht mit Wasser, sondern sind mit einem mehrstufigen Filtersystem ausgestattet. Bei dem dedizierten Luftreiniger kommt entweder eine elektrostatische oder mechanische Filtertechnik zum Einsatz. Dabei wird mit Hilfe eines Ventilators die Luft aus dem Raum angesaugt und durch die diversen Filter geführt. Zuerst erfolgt eine grobe Filterung mit einem vorgeschalteten Filter. Nach dem Vorfilter aktiviert sich die Fein-Filterung mit einem extrem leistungsfähigen HEPA-Filter, welcher kleine Teilchen bis zu einer minimalen Größe von 0,3 Mikrometer aus der Luft filtern kann. Danach sorgt der Aktiv-Kohlefilter für eine Beseitigung aller unangenehmen Gerüche. Als nächstes wird die Luft mit UV-Strahlen angereichert und durch einen photokatalytischen Filter geführt, so lassen sich schädliche Bakterien eliminieren. Im Anschluss gibt das Gerät die gründlich gereinigte Luft wieder an den Raum ab, ohne sie dabei zu befeuchten. Dank dieser mehrstufigen Filtersysteme findet eine granulare Säuberung der Luft Raumluft statt. Allerdings sind abhängig vom Gerätetyp und der Preisklasse nicht immer alle Filter eingebaut, die Basismodelle sind oft recht simpel gehalten.

Charakteristiken und Besonderheiten der Luftwäscher

Wie der Name schon sagt, waschen Luftwäscher die Raumluft. Diese spezielle Funktionsweise lässt
sich mit einem Regenschauer oder Wasserfall vergleichen. Durch die Berührung der Luft mit Wasser, kommt es im Gerät zu einer Entfernung von groben Partikeln und intensiven Reinigung. Basismodelle mit einem niedrigen Anschaffungspreis arbeiten normalerweise ohne zusätzliche Filter. Dagegen führen hochwertige und weitaus teurere Geräte die Luft nicht nur durch ein Wasserbad, sondern auch durch ein Filtersystem. Zuerst erfolgt das Ansaugen der Raumluft mit Hilfe eines Ventilators, genauso wie beim Luftfilter. Dann wird die angesaugte Luft über Befeuchterscheiben oder Verdunstermatten geleitet, welche sich beständig in einem Wasserbad drehen. Dank dieser Vorgehensweise lassen sich extrem kleine Partikel von bis zu 10 Mikrometer im Wasserbad binden. So werden Blütenpollen, Staubpartikel und Tierhaare effizient herausgefiltert und verbleiben im Wasser. Deshalb ist das dreckige Wasser nach der Benutzung regelmäßig auszutauschen. Im Anschluss führt der Luftwäscher die vom Schmutz befreite Luft wieder in den Raum zurück. Außerdem befeuchtet sich die gereinigte Luft zusätzlich durch die Berührung des Wassers. Somit erfüllt ein Luftwäscher praktischerweise ebenfalls die Funktion eines Luftbefeuchters. Auf diese Weise erhöht sich nachweislich die relative Luftfeuchtigkeit im jeweiligen Raum. Bei den meisten Geräten können Sie das Erhöhen der Luftfeuchtigkeit in mehreren Stufen steuern, sodass lassen sich Werte zwischen 40%, 50% sowie 60% Luftfeuchte auswählen.

Vorteile der Luftfilter und Luftwäscher

Sowohl der Luftfilter als auch der Luftwäscher haben ihre gerätetypischen Vorteile, allerdings unterscheiden sich diese aufgrund der abweichenden Vorgehensweisen. Aufgrund der Fähigkeit zur Luftbefeuchtung, ist der Einsatz der Luftwäscher gerade in den kalten Wintermonaten sinnvoll. Bei niedrigen Temperaturwerten besitzt die kalte Außenluft nur eine geringe Luftfeuchtigkeit, ein Umstand, der für eine gesunde Atmung schädlich ist. Wenn Sie im Winter alle Fenster weit aufmachen und den Raum gut durchlüften, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit beim anschließenden Erwärmen des Raumes stark herab. Deswegen macht der Einsatz eines Luftwäschers in der kalten Jahreszeit besonders viel Sinn. Dagegen herrscht im Sommer eine recht hohe Luftfeuchte, welche nicht noch weiter erhöht werden sollte. Deshalb ist der Kauf eines Gerätes lohnenswert, bei dem Sie zwischen verschiedenen Feuchtigkeitsstufen auswählen können. In den feuchten Sommermonaten sollte immer die niedrigste Stufe eingestellt werden, um die Raumluft zu reinigen. Im Gegensatz dazu befeuchtet der Luftfilter die Raumluft überhaupt nicht und lässt sich deswegen das ganze Jahr über ohne Einschränkungen nutzen. Des Weiteren kann dieser Luftreiniger viel kleinere Schadstoffe als ein gewöhnlicher Luftwäscher aus der Luft filtern. Davon profitieren speziell Allergiker und Asthmatiker, welche sogar auf minimale Partikel mit körperlich unangenehmen Symptomen reagieren. Wenn es sich bei der Allergie jedoch um Heuschnupfen handelt, dann leistet der Luftwäscher einen wichtigen Beitrag, da die erhöhte Luftfeuchtigkeit die Beschwerden in den Atemwegen lindert. Hinsichtlich der Anschaffungskosten sind Luftwäscher überwiegend preiswerter als Luftfilter. Außerdem verursachen diese Gerätetypen geringere Unterhaltskosten, da sie nicht auf Filtermatten angewiesen sind. Jedoch bilden die Luftwäscher mit einem integrierten Filtersystem diesbezüglich eine Ausnahme. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass der Reinigungsgrad beim Luftfilter am höchsten ist. Diese Gerätetypen entfernen deutlich mehr und viel schneller die Verunreinigungen
aus der Raumluft.

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Nachteile der Luftfilter und Luftwäscher

Nicht immer ist es ratsam, den Raum mit einem Luftwäscher zusätzlich zu befeuchten. Unter Umständen und abhängig von den räumlichen Gegebenheiten, kann dieser Faktor im Raum eher nachteilig wirken. Wenn die relative Raumluftfeuchte dauerhaft über 60% ansteigt, erhöht sich das Risiko von einer Schimmelbildung durch Pilzsporen. Außerdem steigt auch die Population der Milben bei feuchten Bedingungen schneller heran. Des Weiteren erfordern Luftwäscher einen deutlichen Mehraufwand bei der Pflege und Wartung, weil sich in den wasserführenden Systemen rasch gesundheitsschädliche Keime ausbreiten können. Beim Luftfilter wirkt der recht hohe Anschaffungspreis oft sehr abschreckend, dazu kommen noch zusätzliche Folgekosten. Dabei handelt es sich um weitaus komplexere Geräte mit einer ausgeklügelten Technik und sukzessiv aufgebauten Filtertechnologien. Zu den Folgekosten gehört der regelmäßige Austausch von Filtermatten und den integrierten UV-Lampen. Deswegen sollten Sie es sich vor der Anschaffung genau überlegen, welches der Geräte Ihrem persönlichen Bedarf sowie Budget entspricht und Ihnen einen besseren Nutzen bieten kann.