Schadstoffe

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Schadstoffe in der Luft | Bild: © ursus@zdeneksasek.com(Zdenek Sasek)/Depositphotos.com

In unserem täglichen Leben finden sich im Umgang mit Möbeln, Baumaterialien aber auch bei der Nutzung von Alltagsgegenständen einige Schadstoffe wieder, die unsere Gesundheit beeinträchtigen können. Viele haben dabei auch einen Einfluss auf das Raumklima. Kunststoffe etwa geben einige dieser Giftstoffe an die Raumluft ab. Im Folgenden finden Sie einige wesentliche Schadstoffe.

Zigarettenqualm

Zigarettenqualm
Brennende Zigarette mit Qualm | Bild: © alptraum (Sascha Burkard)/Depositphotos.com

Zigarettenqualm ist krebserregend und das sowohl beim aktiven Konsum wie auch als Passivraucher. Dies ist wissenschaftlich schon seit Jahrzehnten nicht mehr ernsthaft umstritten, sondern wird als Fakt angenommen. Und noch verstärkt wirkt diese gefährliche Wirkung, wenn Zigarettenqualm in geschlossenen Räumen entsteht. Unter freiem Himmel verteilt sich Zigarettenqualm deutlich weiträumiger, in einem geschlossenen Raum kommt es zwangsläufig auch für den Nichtkonsumenten zu intensiven Kontakt mit den diversen Giften im Zigarettenqualm. Was es damit genauer auf sich hat, erfährt man in den folgenden Absätzen.

Asbest

Asbest
Entfernung von Asbestplatten | Bild: © Kassandra2 (Liane Matrisch)/Depositphotos.com

Dächer oder Fassaden mit Eternitplatten können Asbest enthalten, genauso wie viele andere Produkte auch, wie beispielsweise Asbestzementwellplatten oder eben auch Asbestplatten. Leider gibt es noch viele weitere Anwendungen und Produkte, in denen sich Asbest versteckt und die zum Teil weit verbreitet sind. Im Folgenden fassen wird zusammen, wie Sie Asbest erkennen können und welche Möglichkeiten es zur sicheren Bestimmung und Entsorgung gibt. Darüber hinaus gehen wir im Detail darauf ein, welche Produkte Asbest enthalten, welche Gefahren Asbest für die Gesundheit darstellt, wie Sie das Risiko minimieren können und ob es Alternativen gibt.

Flüchtige organische Verbindungen (VOC)

VOC
Flüchtige Organische Verbindungen (VOC) | Bild: © ursus@zdeneksasek.com (Zdenek Sasek)/Depositphotos.com

Flüchtige organische Verbindungen gehören zu den Schadstoffen, denen alle Menschen notwendigerweise ausgesetzt sind. Natürliche Prozesse wie Fäulnis erzeugen sie ebenso wie sie von vielen Kunststoffen in die Umgebungsluft abgegeben werden. Eine gewisse Belastung der Luft in Ihrer Wohnung wird sich kaum ganz vermeiden lassen. Mit einem Bewusstsein der Probleme können Sie die Gefahren für Sie selbst und Ihre Kinder jedoch durchaus unter Kontrolle bekommen.

Formaldehyd

Formaldehyd
Formel von Formaldehyd | Bild: © Zerbor (Boris Zerwann)/Depositphotos.com

Formaldehyd ist ein Stoff, der als karzinogen (krebserregend) gilt. Er ist häufig in Klebstoffbestandteilen von Holzwerkstoffen zu finden, so auch in Möbeln oder Bauprodukten. Der Stoff wird bereits sehr lange eingesetzt und dient als Konservierungsmittel. Seit Formaldehyd als Klebstoffbestandteil genutzt wird, nahm die Verwendung drastisch zu. Bis vor kurzem galt Formaldehyd als „vermutlich Krebs erzeugend“, doch 2014 stufte die EU den Stoff als „kann Krebs erzeugend“ ein.

Feinstaub

Feinstaub
Staubwolke | Bild: © Avesun (Svetlana Radayeva)/Depositphotos.com

Feinstaub ist gesundheitsgefährdend. Und das bereits in geringsten Mengen. Darauf weist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausdrücklich hin. Gerade die Luftqualität in Innenräumen ist für die Gesundheit elementar wichtig. Vom richtigen Putzen bis hin zu technisch anspruchsvollen Lüftungsanlagen haben Sie die Möglichkeit, hier Einfluss zu nehmen.

Quecksilber

Quecksilber
Quecksilbertropfen | Bild: © albund (Allan Swart)/Depositphotos.com

Quecksilber ist ein giftiges Schwermetall, das insbesondere in älteren Gegenständen für den täglichen Gebrauch Verwendung fand und immer noch findet. Es handelt sich hier nicht um eine niederschwellige Umweltbelastung, sondern um geringe Stoffmengen, die allerdings hochgiftig sein können und zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Ihr Ziel als Wohnungsbesitzer muss also sein, Probleme mit diesem Stoff sorgfältig zu vermeiden. Mit entsprechender Information und der Beachtung einiger Grundsätze ist das ohne Weiteres möglich.

Weichmacher

Weichmacher
Weichmacher | Bild: © Michailpetrov96 (Michail Petrov)/Depositphotos.com

Weichmacher haben die Funktion, andere Stoffe geschmeidiger, elastischer und weicher werden zu lassen. Ihre Funktionsweise ähnelt einem Lösungsmittel: Die Kunststoffe quellen auf und geraten in einen gelartigen Zustand. Gefahren für den Menschen entstehen, wenn Weichmacher aus dem eigentlich für sie bestimmten Stoff entweichen und in menschlichen Körper übergehen. Weichmacher haben die Eigenschaft, in benachbarte Stoffe wandern zu können und dort Reaktionen zu erzeugen. Sichtbar wird diese Eigenschaft, wenn ein Weichmacher aus einem Kunststoff entweicht und einen benachbarten Stoff weich werden lässt, wobei der Kunststoff selbst härter, spröder und rissig wird.